Klienteninfo Ausgabe 01/2018

Inhalt:

 


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Beschäftigungsbonus wird abgeschafft – Anträge müssen spätestens am 31.1.2018 beim aws eingelangt sein

Seit 1. Jänner 2018 ist es fix. Der Beschäftigungsbonus wird abgeschafft. Nur Anträge bis zum 31. Jänner 2018 werden noch berücksichtigt. Das bedeutet:

  1. Unternehmen, die den Beschäftigungsbonus bereits beantragt haben, erhalten ihn (sofern die EU-Kommission zustimmt). Allerdings dürfte der Beschäftigungsbonus nur für das erste Jahr ausbezahlt werden.
    Beispiel:
    Antragstellung Juli 2017
    Überprüfung der Beschäftigungszunahme im Juli 2018
    Auszahlung nach Überprüfung
    Für das folgende Jahr (ursprünglich geplante Auszahlung Juli 2019) dürfte der Beschäftigungsbonus gestrichen sein.
  2. Unternehmen, die noch keinen Beschäftigungsbonus beantragt haben, erhalten den Bonus nur, wenn sie zumindest einen zusätzlichen Mitarbeiter jetzt im Jänner 2018 anstellen und bis 31. Jänner 2018 den Antrag beim aws stellen.
Es ist daher zu empfehlen, Dienstverhältnisse per Jänner abzuschließen und nicht per 1. Februar 2018.

Sollten Sie Fragen haben, unterstützen wir Sie gerne.

 


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Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge

Die Bundesregierung hat am 5. Jänner 2018 die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer beschlossen. Sie soll mit 1. Juli 2018 in Kraft treten. Der notwendige Gesetzesbeschluss wird in den nächsten Monaten gefasst werden.

Die Höhe des Versichertenanteiles zur Arbeitslosenversicherung (AV) orientiert sich im Jahr 2018 an folgender Einkommensstaffelung:

0% bis 1.381 Euro Monatseinkommen
1% über 1.381 bis 1.506 Euro
2% über 1.506 bis 1.696 Euro
3% über 1.696 Euro

 

Neuregelung der Arbeitslosenversicherungsätze für Dienstnehmer ab 1.7.2018:

0% bis 1.648 Euro Monatseinkommen
1% über 1.648 bis 1.798 Euro
2% über 1.798 bis 1.948 Euro
3% über 1.948 Euro

 


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Was bringt das Regierungsprogramm auf steuerlichem Gebiet?

Das Regierungsprogramm enthält viele Ankündigungen, aber nur wenige konkrete Maßnahmen auf dem Gebiet der Steuern. Zu den konkreten Ankündigungen zählt die Reduktion der Arbeitslosenversicherung, diese soll noch im Frühjahr beschlossen werden. Weiters wird eine „große“ Steuerreform angekündigt, die durch ein neues Einkommensteuergesetz und ein neues Körperschaftsteuergesetz umgesetzt wird. Diese Steuerreform soll 2019 beschlossen und ab 1. 1. 2020 in Kraft treten. Daher wird das bisherige Steuersystem noch 2018 und 2019 im Wesentlichen unverändert weitergelten.

 


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Wichtige Änderungen für die Steuerpraxis: neue Richtlinien für Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer

Das Jahr 2017 hat zwar keine großen gesetzlichen Änderungen auf dem Gebiet des Steuerrechtes gebracht, das Finanzministerium war aber trotzdem fleißig: für fast alle wichtigen Steuern wurden 2017 neue Richtlinien entweder verabschiedet (Umsatzsteuer, Lohnsteuer) oder im Entwurf vorgestellt (Einkommensteuer und Körperschaftsteuer). In der Praxis ergeben sich hier viele wesentliche Änderungen, wobei wir einige hier hervorheben:

Einkommensteuer:

  • Änderungen im Bereich der Spendenbegünstigungen.
  • Einheitlicher AfA-Satz von 2,5% bei Betriebsgebäuden.
  • Vergangene Verluste bei Einnahmen-Ausgaben-Rechner können unbegrenzt als Sonderausgabe abgezogen werden.
  • „Verluste bei kapitalistischen Mitunternehmern mit beschränkter Haftung“ nach §23a ESTG 1988 werden in den Richtlinien geregelt.
  • Abzug von Werbungskosten für Grundstückveräußerungen nach dem 31.12.2015 bei Ausübung der Regelbesteuerungsoption zulässig.
  • Aufteilung von Grund und Boden und Gebäude kann nun auch entsprechend dem Verhältnis von Grundwert zum Gebäudewert glaubhaft gemacht werden.
  • Verrechnung von Verlusten aus privaten Grundstücksveräußerungen mit Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Der gesamte Verlust aus privaten Grundstückveräußerungen ist auf 60% zu kürzen und entweder im Entstehungsjahr in voller Höhe mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung auszugleichen oder auf 15 Jahre zu verteilen.
  • Die Hauptwohnsitzbefreiung umfasst nur den Grund und Boden, der „üblicherweise als Bauplatz“ erforderlich ist (bis zu 1.000 m2).
  • Steht bei Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts die Absicht, den Hauptwohnsitz zu wechseln, bereits fest und der neue Hauptwohnsitz ist noch nicht bezugsfertig, kann die Toleranzfrist im Einzelfall auch über ein Jahr hinausgehen.
  • Kryptowährungen (z.B. Bitcoins) sind nicht als Währung anerkannt und gelten daher als ein einer Finanzanlage vergleichbares Wirtschaftsgut.
  • Wertpapiere müssen nur im Jahr der Geltendmachung des Freibetrags die Voraussetzungen als begünstigtes Wirtschaftsgut erfüllen.

Lohnsteuer:

  • Stipendien, die im Rahmen einer Schulausbildung oder Studienausbildung gewährt werden, sind steuerfrei, wenn es sich um Zuschüsse zu wissenschaftlichen Arbeiten handelt, welche nicht im Rahmen eines Dienst- oder Werkvertrages angefertigt werden und die Höhe des Zuschusses auf einen Ausbildungszuschuss und nicht auf einen Einkommensersatz schließen lässt.
  • Steuerbefreiung und Prüfung betreffend Beschäftigungsbonus.
  • Antragslose Veranlagung: Ergänzungen betreffend der Höhe der Absetzbarkeit der Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten.

Körperschaftsteuer:

  • Anpassungen betreffend der Differenzierung zwischen einer verdeckten Gewinnausschüttung und eines Darlehens der Gesellschaft an den Gesellschafter, wenn die Zahlung am Verrechnungskonto des Anteilsinhabers gebucht wurde.
  • Änderungen und Ergänzungen betreffend der Gruppenbesteuerung. Änderungen gibt es bspw. in Bezug auf Siebentel Teilwertabschreibungen aus Vorgruppenzeiten, Verlustumrechnung bei ausländischen Gruppenmitgliedern oder der Liquidation eines Gruppenträgers.
  • Klarstellung von nichtabzugsfähigen Aufwendungen iZm Zahlungen von Zinsen oder Lizenzgebühren.

Umsatzsteuer:

  • Neuer Abschnitt betreffend des Begriffs des Grundstücks wird eingefügt.
  • Einarbeitung betreffend der Ermittlung der 30.000 Euro – Umsatzgrenze (Kleinunternehmerregelung).
  • Ergänzungen zur kurzfristigen Vermietung.

Eine Liste der Änderungen finden Sie hier

 


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Forschungsprämie ab 1.1.2018 auf 14% erhöht: inhaltliche Klarstellungen durch Änderungen der Einkommensteuerrichtlinien

Mit 1.1.2018 wurde die Forschungsprämie auf 14% erhöht. Die neuen Einkommensteuerrichtlinien sehen auch einige Klarstellungen und Änderungen vor. Gleichzeitig gibt es wichtige Urteile (VwGH und BFG), aber auch Änderungen in der Verwaltungspraxis bei den Finanzämtern und bei der Forschungsförderungsgesellschaft.

Die wichtigsten Neuerungen:
Ab 2018 ist bei abweichendem Wirtschaftsjahr die Bemessungsgrundlage linear den Kalendermonaten des Jahres 2017 und 2018 zuzuordnen. Das bedeutet, dass auf den Anteil der Bemessungsgrundlage, der auf das Kalenderjahr 2018 entfällt, der Prämiensatz von 14% gilt, hingegen auf die Monate, die auf 2017 entfallen, der Prämiensatz von 12% anzuwenden ist. Diese lineare Aufteilung ist zwingend vorzunehmen.

Das Frascati Manual ist Grundlage der Begriffsbestimmung und Abgrenzung der Verordnung. Es ist ergänzend zu diesen heranzuziehen. Entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von F&E von verwandten Tätigkeiten ist das Vorhandensein eines nennenswerten Elements der Neuheit sowie die Lösung einer wissenschaftlichen oder technologischen Unsicherheit.

Die durch die Forschungstätigkeit erarbeitete oder zumindest angestrebte Lösung muss soweit über den bisherigen Wissenstand hinausgehen, als sie sich nicht für einen Fachmann als offensichtliche Lösung anbietet.

 


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Strenger Schutz persönlicher Daten durch die Datenschutz-Grundverordnung

Am 25. Mai 2018 wird die europäische Datenschutz-Grundverordnung Geltung erlangen, welche in Österreich durch das Datenschutz-Anpassungsgesetz 2018 umgesetzt wurde. Bis dahin gelten noch die Regelungen des Datenschutzgesetzes 2000. Die Notwendigkeit für Änderungen ist auch auf den stetig wachsenden Binnenmarkt und damit unionsweiten Austausch personenbezogener Daten zurückzuführen. Schließlich soll auch der raschen technologischen Entwicklung (Cloud Computing, Big Data, usw.) und den Herausforderungen durch die Globalisierung besser Rechnung getragen werden.

Unternehmen sind gut beraten, die Maßnahmen für einen besseren Datenschutz entsprechend umzusetzen - auch weil sehr hohe Strafen drohen. Betroffen von den Neuregelungen sind Unternehmen (innerhalb der EU bzw. aus Drittstaaten, sofern sie Leistungen an EU-Bürger anbieten) bereits dann, wenn sie in irgendeiner Weise personenbezogene Daten verarbeiten, indem z.B. Kundendateien geführt werden, Rechnungen ausgestellt werden oder Lieferantendaten gespeichert werden. Immerhin wird es zukünftig keine Meldepflicht mehr bei der Datenschutzbehörde (Datenverarbeitungsregister) geben. Auch für Kleinstunternehmen gelten die Datenschutzbestimmungen.

Das Recht auf Datenschutz ist ein Grundrecht, welches in Österreich im Verfassungsrang steht. Es ist nicht nur vom Staat, sondern auch unter Privaten einzuhalten - wesentlich ist dabei das Prinzip "Verbot mit Erlaubnisvorbehalt". Dahinter verbirgt sich die strenge Maxime, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten grundsätzlich verboten ist und nur dann vorgenommen werden darf, wenn es das Gesetz (ausnahmsweise) erlaubt. Nachfolgend sind wesentliche Aspekte bzw. Neuerungen dargestellt.

  • Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen
    Durch passende technische und organisatorische Maßnahmen und Verfahren müssen die Rechte der betroffenen Personen geschützt werden. Datenschutzrechtliche Voreinstellungen sollen sicherstellen, dass nur jene personenbezogenen Daten verarbeitet werden, welche für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich sind. Praktisch bedeutet dies, dass personenbezogene Daten (von Bewerbern, ehemaligen Mitarbeitern, Kunden, usw.) strenger geschützt und auch gelöscht werden müssen, wenn der Verarbeitungszweck erfüllt ist. Zugleich muss mehr Transparenz gegenüber Aufsichtsbehörden, Kunden sowie Mitarbeitern sichergestellt werden. Insgesamt betrachtet müssen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten die folgenden Grundsätze beachtet werden:
    • Rechtmäßigkeit,
    • Verarbeitung nach Treu und Glauben,
    • Transparenz: die Datenverarbeitung muss für die betroffene Person nachvollziehbar sein,
    • Zweckbindung: die Verarbeitung muss einen im Vorhinein festgelegten eindeutigen und legitimen Zweck erfüllen,
    • Datenminimierung,
    • Richtigkeit: es sollen nur sachlich richtige Daten verarbeitet werden - unrichtige Daten sind unverzüglich zu löschen bzw. zu berichtigen,
    • Integrität und Vertraulichkeit: die personenbezogenen Daten müssen vor unbefugter/unrechtmäßiger Verarbeitung und auch vor unbeabsichtigtem Verlust geschützt werden,
    • Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten: Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten hat vergleichbar den derzeitigen DVR-Meldungen neben dem Zweck der Datenverarbeitung weitere Informationen zu enthalten wie z.B. die Beschreibung der Kategorien der von der Datenverarbeitung betroffenen Personen und der entsprechenden Daten (etwa Rechnungs- und Adressdaten von Kunden und Lieferanten). Ebenso muss das Verzeichnis die Empfängerkategorien der personenbezogenen Daten enthalten (z.B. Sozialversicherung, Finanzamt, Rechtsanwalt, Steuerberater, usw.) einschließlich der Empfänger in Drittländern oder internationalen Organisationen. Das Verzeichnis wird durch die vorgesehenen Fristen für die Löschung der verschiedenen Datenkategorien sowie eine Beschreibung der technischen und organisatorischen Datensicherheitsmaßnahmen vervollständigt.
      Nur Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern sind von der Verpflichtung zur Führung solcher Verzeichnisse befreit, sofern die Datenverarbeitung kein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt, die Verarbeitung nur gelegentlich erfolgt oder die Verarbeitung keine sensiblen Daten bzw. Daten über strafrechtliche Verurteilungen beinhaltet.
  • Meldung von Datenschutzverletzungen
    Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten müssen den nationalen Aufsichtsbehörden sowie der betroffenen Person möglichst rasch mitgeteilt werden. Ausnahmen davon gelten, sofern die Verletzung nicht zu einem Risiko für die persönlichen Rechte und Freiheiten führt.
  • Datenschutzbeauftragter
    Für das Unternehmen muss verpflichtend ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden, wenn die Kerntätigkeit des Unternehmens in Verarbeitungsvorgängen besteht, welche eine umfangreiche, regelmäßige und systematische Beobachtung von betroffenen Personen erforderlich macht oder etwa besonders sensible Daten über strafrechtliche Verurteilungen oder Straftaten verarbeitet werden. Bei der Bestellung des Datenschutzbeauftragten ist zu bedenken, dass die Person weisungsfrei ist, Kündigungsschutz genießt und uneingeschränkte Einsichtsrechte in die verarbeiteten Daten hat.
  • Informationspflichten und Betroffenenrechte
    Vielfältige Informationen und Betroffenenrechte sind zeitnah zur Verfügung zu stellen bzw. zu erledigen. Davon umfasst sind etwa Auskunftsrechte (auch über die geplante Speicherdauer), das Recht auf Berichtigung, das Recht auf Löschung und auf "Vergessenwerden", das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung, die Mitteilungspflicht bei Berichtigung, Löschung oder Einschränkung an alle Empfänger, das Recht auf Datenübertragbarkeit sowie das Widerspruchsrecht.
  • Hohe Geldstrafen
    Die Verbesserungen beim Datenschutz bzw. die neuen Bestimmungen sind durch sehr hohe Geldbußen bei Verstößen begleitet. So können bei besonders schwerwiegenden Verstößen, z.B. bei Verletzung der Betroffenenrechte oder auch bei Nichtbefolgung einer Anweisung der Aufsichtsbehörde, Geldbußen bis zu 20 Mio. € bzw. bis zu 4% des weltweit erzielten Vorjahresumsatzes verhängt werden. Bei weniger schwerwiegenden Verstößen (z.B. bei Verletzung der Datensicherheitsvorschriften) beträgt die maximale Geldbuße immer noch 10 Mio. € bzw. 2% des weltweit erzielten Vorjahresumsatzes.

Unterstützung bei der Umsetzung durch INTAX

Damit wir die Kommunikation entsprechend der neuen Datenschutzverordnung sicher gestalten können, wollen wir unser ownCloud Service einsetzen. Mit unserer ownCloud erfüllen wir die gesetzlichen Anforderungen nach einer sicheren Kommunikation. Ihre Daten sind bei der Übertragung auf unsere ownCloud verschlüsselt. E-Mails hingegen werden in den meisten Fällen unverschlüsselt verschickt und können von Kriminellen abgefangen, mitgelesen und verfälscht werden. Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens ist für ein Unternehmen oft existenzbedrohend. Unser ownCloud Service erfüllt die Voraussetzungen, dass der Datenverkehr unbedenklich ist und dem jeweils aktuellen technischen Standard entspricht. Gleichzeitig bietet es deutliche Verbesserungen gegenüber dem E-Mail Verkehr:

  • große Dokumentenmengen können rasch und unkompliziert über die ownCloud geteilt werden. Was bisher mühsam auf mehrere E-Mails aufgeteilt werden musste, geht mit Hilfe der ownCloud einfach und schnell;
  • komplette dokumentenbezogene Organisation, Pflege und Wartung Ihrer Ordner auf unserer ownCloud, nach Ihren Vorgaben (Dokumentenpfade, Ordnerstruktur);
  • zentrale Archivierung aller Dokumente ermöglicht es, wichtige Geschäftsinformationen auf Knopfdruck zur Verfügung zu stellen und das 24h am Tag, sowohl am PC als auch auf mobilen Endgeräten;
  • mit der Rechteverwaltung können die Zugriffsrechte auf jede Datei, für jeden User Ihres Unternehmens genau festgelegt werden (Schutz sensibler Daten).

Wir unterstützen Sie gerne gemeinsam mit unseren IT Experten bei der Umsetzung.

 


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Abschaffung der "Mietvertragsgebühr" - Keine Mietvertragsgebühr/Bestandvertragsgebühr auf die Überlassung von Wohnraum

Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt vom 10. November 2017 ist die Bestandvertragsgebühr auf die Überlassung von Wohnraum Geschichte! Die Abschaffung der sogenannten Mietvertragsgebühr für Wohnungen soll vor allem die Mieter, auf welche üblicherweise die Mietvertragsgebühr überwälzt wurde, entlasten. Bisher fiel eine Bestandvertragsgebühr/Mietvertragsgebühr i.H.v. 1% an, welche von der vertraglich vereinbarten Dauer und von der Höhe der Gegenleistung abhängig war. So war z.B. bei einer monatlichen Miete von 600 € und dreijähriger Mietdauer eine Mietvertragsgebühr gem. Gebührengesetz von 216 € zu entrichten.

Zu beachten ist, dass die Bestandvertragsgebühr auf die Überlassung von Geschäftsräumen weiterhin besteht und somit einen Kostenfaktor darstellt. Ebenso kann die Bestandvertragsgebühr bei der Überlassung von gemischt genutzten Räumlichkeiten (teilweise geschäftlich und teilweise privat) noch eine Rolle spielen.

 


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Online-Werbung weiterhin nicht von der Werbeabgabe erfasst

Der Verfassungsgerichtshof (GZ E 2025/2016-16 vom 12.10.2017) hat mangels Aussicht auf Erfolg insgesamt 23 Beschwerden von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen bzw. Radiostationen gegen die Werbeabgabe abgelehnt. Die Beschwerden waren gegen die steuerliche Ungleichbehandlung verschiedener Werbeformen gerichtet. Während Werbeeinschaltungen in Druckwerken bzw. in Hörfunk und Fernsehen der fünfprozentigen Werbeabgabe unterliegen, ist die stark zunehmende Online-Werbung nicht von den Steuertatbeständen im Werbeabgabegesetz erfasst.

 


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Anwaltskosten der Tochter als außergewöhnliche Belastung beim Vater?

Ein Vater und gleichzeitig Sachwalter seiner aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers behinderten Tochter hatte Klage gegen die Krankenanstalt eingebracht und hatte die damit verbundenen Rechtsanwaltskosten als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht. Der VwGH stellte zunächst einmal klar, dass die Tragung der Prozesskosten zur Durchsetzung eines krankheitsbedingten Sonderbedarfs eines Kindes für die unterhaltspflichtigen Eltern rechtlich verpflichtend ist. Strittig war jedoch in diesem speziellen Fall, ob die Prozesskosten zwangsläufig erwachsen waren oder nicht. Die Finanz und das Bundesfinanzgericht gingen jeweils davon aus, dass die Prozessführung mangels existenzbedrohender Notlage nicht zwangsläufig sei. Darauf kommt es aber laut VwGH nicht an. Zwangsläufigkeit von Prozesskosten liegt dann nicht vor, wenn die Prozessführung auf Tatsachen zurückzuführen ist, die vom Steuerpflichtigen vorsätzlich herbeigeführt wurden oder die sonst die Folge eines Verhaltens sind, zu dem sich der Steuerpflichtige aus freien Stücken entschlossen hat. Dies war aber im vorliegenden Sachverhalt nicht gegeben. Da die Prozessführung konkret einen existentiell wichtigen Bereich des Lebens betrifft (lebenslange Pflege- und Rehabilitationsmaßnahmen), stellen die Kosten auch beim Vater selbst eine außergewöhnliche Belastung dar. Die Prozesskosten waren somit als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

 


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Neuerungen für ausländische Unternehmen im Schweizer Mehrwertsteuerrecht ab 1.1.2018

Mit 1.1.2018 werden die Mehrwertsteuer-Regelungen in der Schweiz für ausländische Unternehmer wesentlich verschärft. Dadurch sollen die mehrwertsteuerbedingten Wettbewerbsnachteile für Schweizer Unternehmen abgebaut werden.

Vorab eine Entwarnung - für reine Warenlieferungen von ausländischen Unternehmen an Schweizer Unternehmen ändert sich nichts, sofern der ausländische Lieferant nicht als Importeur auftritt und die Einfuhrsteuer übernimmt. Umsatzsteuerlich befindet sich nämlich hier der Lieferort auch weiterhin im Ausland. Daher kommt es zu keiner relevanten Änderung. Anders jedoch bei ausländischen Unternehmen, die Lieferungen mit umsatzsteuerlichem Lieferort Schweiz durchführen. Bisher waren diese nur von der Schweizer Mehrwertsteuer befreit, wenn die steuerbaren Umsätze in der Schweiz und Liechtenstein zusammen 100.000 CHF unterschritten haben. Neu ab 1.1.2018 ist nun, dass die weltweiten Umsätze für die Begründung der Mehrwertsteuerpflicht maßgebend sind. Erbringt ein Unternehmer mit weltweiten steuerbaren Umsätzen über 100.000 CHF Lieferungen mit Lieferort Schweiz, hat sich der Unternehmer in der Schweiz zu registrieren und Mehrwertsteuer abzuführen.

Ein Reverse Charge System für (sonstige) Leistungen, wie es in der Europäischen Union üblich ist, gibt es in der Schweiz nicht. Leistungen eines ausländischen Unternehmens an ein Schweizer Unternehmen mit Leistungsort Schweiz unterliegen der sogenannten Bezugsteuer. Mit dieser Bezugsteuer geht die Mehrwertsteuerschuld ähnlich wie beim Reverse Charge System auf den Leistungsempfänger über, wenn der leistende Unternehmer weder in der Schweiz ansässig noch umsatzsteuerlich registriert ist und es sich beim Leistungsempfänger um einen in der Schweiz ansässigen Unternehmer handelt. Der ausländische Unternehmer muss sich also in diesen Fällen nicht in der Schweiz registrieren. Allerdings ist zu beachten, dass die Definition einer Leistung in der Schweiz deutlich enger gefasst wird als in Österreich. Vor allem im Bauhaupt und -nebengewerbe gibt es Unterschiede zur österreichischen Definition. Beispielsweise zählen reine Arbeitsleistungen (wie Reparaturen, Montagen und Reinigung an Anlagen) und das Überlassen eines Gegenstandes zum Gebrauch nicht als Leistungen im Sinne des Schweizer Mehrwertsteuergesetzes. Ebenso für Architektenleistungen mit Grundstücksbezug in der Schweiz und Telekommunikations- und elektronische Dienstleistungen an Nichtunternehmer bestehen Ausnahmeregelungen. Erzielt ein ausländisches Unternehmen in diesen Fällen mit solchen "Leistungen" in der Schweiz weniger als 100.000 CHF, aber weltweit mindestens 100.000 CHF Umsatz, wird es ab 1.1.2018 erstmals mehrwertsteuerpflichtig in der Schweiz.

 


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